Atem und Gefühle
– Umgang mit Gefühlen – mit vielen Übungen
In Bearbeitung…

Gefühle beobachten  Jaaa, Danke!  Seufzen

Liebe deinen Körper  Liebe deine Gefühle  Liebe doch mal alles!

Entspannungs-Atem  Atem-Test  Aktiv/Passiv-Atmung

Atem-Bündel  Box-Atem  Atemphasen ändern

Atem und Angst  Atem und Alpha-Zusand  Verbundener Atem

Die Macht der Gefühle
Gefühle können sehr mächtig sein! Sie können uns schwächen, krank machen oder
uns „Flügel” verleihen, heilen und unseren Körper stärken.
Wie wir atmen, wirkt sich direkt auf unsere Gefühle und unseren Körper aus.
Und umgekehrt wirken sich Gefühle und Körperempfindungen direkt auf unseren Atem aus.
Hinter den Gefühlen stecken mächtige Energien.
Deshalb ist es sehr wichtig, mit diesen Energien richtig umzugehen.
Diesen besonderen Umgang kann man mit Hilfe von Atem-Training erlernen.

Man kann von Atem-Techniken viel lernen. Und sich von schmerzhaften und unterdrückten Gefühlen befreien (Traumata), man kann ungesunde Gewohnheiten und Verhaltensmuster aufgeben, Körperspannungen lösen, in die Kraft kommen, Lebendigkeit erleben, Kreativität fördern und sein Bewusstsein erweitern.

Wissenschaftliche Studien haben ergeben:
Ohne, dass es einem bewusst wird, lösen Emotionen bzw. Gefühle im Gehirn und im peripheren Nervensystem bestimmte Reaktionsmuster aus. Sie verändern Herzfrequenz, Blutdruck, Hautleitwert – und den Atem.

Starke Emotionen führen zur Anspannung. Muskeln ziehen sich zusammen. Der Körper möchte sich am liebsten vor ihnen schützen. Muskeln und Faszien von Stirn, Kiefer, Hals, Schultern, Brust, Bauch usw. verspannen sich. Die Atmung reduziert sich, wird flach und verspannt. Das hat natürlich Auswirkungen auf alle Organe und Zellen im Körper, auf Verdauung, Kreislauf, Nerven, Haut, Lymphe, Alterung – und natürlich auch auf das Immunsystem.

Wichtig ist es, Gefühle ohne Stress zu fühlen, denn nur dann kann der Atem frei fließen. Inzwischen wird viel über Darm, Verdauung, Entgiftung, Bewegung, gesunde Ernährung gesprochen. Aber ein wesentlicher Bestandteil gesunden Lebens wird dabei bis jetzt noch nicht genügend gewürdigt: Die Bedeutung des richtigen Atmens. Und im folgenden geht es besonders um die Fragen, welche Rolle die Gefühle dabei spielen.

Gefühle lieber ausdrücken oder lieber zurückhalten? Ein Dilemma?
Manchmal können wir Dinge sagen, die wir hinterher bereuen. Aber wenn Gefühle zurück gehalten werden, kann das zu Beschwerden / Blockaden führen. Sollen wir „Tachless” reden? Oft wollen wir andere eventuell doch nicht verletzen und sind lieber zurückhaltend. Was ist die Lösung?

Eigentlich stecken hinter allen Gedanken Gefühle. Sie wirken oft im Hintergrund, ohne dass wir ihrer bewusst sind. Besonders deutlich kann man das erkennen, wenn wir mit anderen Menschen oder Tieren oder Pflanzen kommunizieren. Wir schauen einen Baum an und fühlen etwas dabei.
Aber sogar beim Analysieren (z.B. eines wissenschaftlichen Berichtes) oder beim Anschauen eines Gegenstandes (z.B. einer Gardine) fühlen wir im Hintergrund etwas. Meistens ist es uns aber nicht bewusst.

Übung: Beobachten!

Lerne dich kennen! Mache eine interessante kleine Übung: Beobachte einfach mal 1 Minute lang (oder länger) deine Gefühle „im Hintergrund”. Was läuft da in dir ab? Wenn du willst, schaue auf irgend etwas, oder oder schließe die Augen und fokussiere dich auf einen bestimmten Gedanken, oder denke an jemand. Es gibt so vieles, was man verwenden kann. Was genau läuft da jeweils gerade ab? Mache es dir bewusst. Was sind deine Gefühle dazu. Oder was ist dein Grundgefühl gerade? Kannst du die Gefühle fließen lassen? Also auch loslassen? Was machen sie mit deinem Körper? Wie ändert sich der Atem? Klicke auf diesen Text. Es ist spannend!

Ganz wichtig: Gefühle sind Energien!
Alle Gefühle sind Energien! Und Energien sind natürlicherweise in Bewegung.
Auch Gefühle wie Angst, Wut, Traurigkeit, Schuldgefühle, Scham oder Frust sind Energien.
Und Energien (Gefühle) wollen und sollen fließen.

1. Gefühle wollen und sollen fließen.
Sie dürfen nicht verdrängt, gestoppt, blockert oder unterdrückt werden.
Damit ist die Frage beantwortet, ob man alle Gefühle zulassen soll. Antwort: Ja!
Alle Gefühle wollen und sollen liebevoll angenommen und gespürt werden.
Aber da Gefühle Energien sind, wollen und sollen sie danach auch wieder losgelassen werden. Sonst können sie nicht fließen. Man kann sich vorstellen, dass Gefühle wie Wolken sind, die am Himmel vorüberziehen. Das einzige, was bleibt, ist der Himmel.
Ein schönes Bild, nicht wahr?

Der Himmel hinter den Wolken ist ein Symbol für den wunderbaren Frieden, der hinter all den vorüberziehenden Wolken (den oft aufregenden Gefühlen) immer in aller Klarheit und Schönheit als friedlicher Ruhepol vorhanden bleibt.

2. Gefühle sollten nicht als Waffe benutzt werden.
Mit Gefühlen kann man sich selbst (!) oder andere (!) verletzen.
Wenn es richtig ist, alle Gefühle zu fühlen, dann heißt das nicht, dass alle Gefühle unbedingt ausagiert werden müssen. Wenn Zorn da ist, dann muss man nicht unbedingt um sich schlagen oder den anderen anbrüllen. Die Frage ist, wer ist der Chef, der Zorn oder man selbst. Das heißt, man kann den Zorn fühlen, und trotzdem einigermaßen ruhig bleiben. Es ist meistens sogar viel besser, ruhig zu bleiben, weil man oft viel bessere Lösungen hinterher finden kann. Ein tiefer Atemzug kann da Wunder wirken und sehr befreiend sein. Man kommt durch den tiefen Atemzug ein Stück weit mit seinem Ur-Vertrauen in Berührung und kann dadurch sicherer und gelassener auftreten.

3. Gefühle sollten nicht auf andere projiziert werden.
Warum nicht? Antwort: Weil das ziemlich sinnlos ist. Besser ist es, die eigene Wut erstmal in sich zu spüren. Am besten durch einen tiefen Atemzug. Das entspannt erstmal. Danach wird man viel besonnener antworten können, was man vom anderen eigentlich möchte, ohne ihn anzugreifen und damit dessen wütende Abwehr zu riskieren. Man hat seine eigene Wut kurz gespürt, und angenommen.
Später kann man in sich gehen, und die Situation noch einmal in aller Ruhe nachempfinden, wobei man erkennen kann, was man für sich selbst aus der Situation lernen kann. Könnte es sein, dass man bisher nicht gelernt hat, Dinge besonnen und klar auszudrücken? Konnte man eventuell im Umgang mit anderen seine Grenzen nie richtig deutlich machen und klar zum Ausdruck bringen? Kann man aus der Situation lernen, um sein eigenes Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl zu stärken? Man kann! Wie das geht, wird im folgenden gezeigt.

Vorher nochmal zum Thema Projektionen
Projektionen auf andere zeigen auf, dass man die eigene innere Stärke noch nicht richtig wahrgenommen hat. Man denkt, der andere wäre für eine Eskalation verantwortlich, weil er zu uneinsichtig ist. Man sieht sich als Opfer oder „Unschuldslamm”. Und schiebt dem anderen gern die Schuld zu. Schade eigentlich, denn aus einer Opferhaltung heraus wird man eine Situation nicht klären können. Projektionen sind also sinnlos.
Besser ist es wohl, mehr „über“ der Situation zu stehen, sie mehr von oben anzuschauen, dadurch mehr Weitblick zu bekommen, andere Lösungen zu finden, einen besseren Überblick über die Gesamtsituation zu gewinnen, und die Situation als eine wunderbare Lern-Möglichkeit zu interpretieren. „Danke liebe Situation! Ich durfte mal wieder etwas lernen! Ich bin in meine Kraft gekommen. Und habe einen besseren Weg für mich gefunden.“

4. Wie steht es mit der Selbstliebe?

Jemand hat mal gesagt, dass die meisten Probleme dadurch entstehen, dass man sich selbst nicht lieb genug hat.

Da steckt sicher viel Weisheit dahinter. Denn wir haben schon von Kindheit an unbewusst Überzeugungen und Beurteilungen und Klischees von anderen Menschen übernommen. Die Betonung der Selbstliebe kommt in der Erziehung meistens nicht vor. Sie wird oft sogar als schädlich angesehen. Weil man Selbstliebe oft als Egotrip interpretiert und verwechselt. Dabei ist es genau umgekehrt: Umso mehr sich jemand selbst wirklich liebt und auf sich achtet, auf seinen Körper, seine Gedanken und Gefühle, umso mehr hat er auch Verständnis für andere Menschen und umso mehr liebt er geradezu automatisch auch andere Menschen.


Übung: Liebe deinen Körper!

Das ist eine wunderbare Übung. Schließe die Augen und liebe deinen Körper. Gehe der Reihe nach durch und liebe deinen Kopf, deine Brust, deinen Bauch, deine Beine und Füße, deine Arme und Hände. Sage vielleicht jedesmal:
„Ich liebe dich! Danke!” Hier hast du die Gelegenheit für 1 Minute (oder länger), wenn du auf den Text klickst.


Übung: Liebe deine Gefühle!

Beobachte deine vorbei fließenden Gedanken und deine Gefühle. Und nimm sie alle an, so wie sie gerade kommen.
Ja, genau: ob die Gedanken nun positiv oder negativ sind. Nimm sie alle erstmal an.
Auch hier kannst du jeweils sagen: „Ich liebe dich! Danke!”
Spüre deine Dankbarkeit. Und spüre die Reaktion deines Körpers bzw. der betreffenden Stellen.
Stellt sich Entspannung ein? Wie verhält sich dein Atem? Klicke auf diesen Text.



Übung: Liebe doch mal alles!

Ja, probiere es einfach mal als Test aus. Wenn du offen für Experimente bist, dann kann es sein, dass du diese Übung genial findest. Ansonsten lasse die Übung einfach aus. Es geht im Experiment darum, alles zu lieben, auf was du schaust. Es kann eine Gardine sein, ein Bleistift, eine Vase, eine Lampe, was auch immer. Versuche einmal, auf alles sehr liebevoll zu schauen. Wenn dir ein Gedanke zwischendurch kommt, liebe auch diesen! Ein Gefühl? Ja, natürlich auch. Eben einfach alles. Für 1 Minute (oder länger).
Und jetzt kommt es: Stelle dir vor, alles, was du anschaust, denkst, oder fühlst – alles sendet oder strahlt irgendwie eine Liebe auf dich zurück. Als ob umgekehrt alles auch dich lieb hat. Es mag für dich verrückt klingen, aber es kann auch eine Art Durchbruch in eine neue Welt sein. Klicke zum Üben auf diesen Text.


Atem-Technik bei aktuellen Herausforderungen
Was kannst du spontan machen, wenn dich jemand besonders herausfordert.
Zum Beispiel bei einem Streitgespräch, einem Vorwurf, einer Missachtung, einer abfälligen Kritik usw.
Damit kann man normalerweise nicht so gut umgehen. Man fühlt sich „getriggert“, als ob jemand auf einen empfindlichen Knopf gedrückt hat. Wir gehen in den Angriffsmodus, Verteidigungsmodus, Rechtfertigungsmodus usw. über.
Die bessere Lösung:
Nimm einen tiefen Atemzug und sage beim Einatmen innerlich zu dir selbst: Jaaa, und beim Ausatmen: Danke! Mehr nicht. Man glaubt es kaum, aber dadurch entspannt sich eine Situation augenblicklich. Oft kann man plötzlich sogar lächeln. Und man wird locker antworten können. Das „Danke“ besagt, dass man schon jetzt eine neue Einstellung gewonnen hat, durch die man mit solchen Situationen gut und entspannt umgehen kann. Das reicht vollkommen.
Der tiefe Atemzug schenkt einem eine von tief unten hervorkommende Kraft, eine Art Ur-Vertrauen. Und das Ja, Danke lässt einen nicht wie sonst oft in kräftezehrenden Widerstand gehen, sondern die Energie kann jetzt frei fließen. Es ist ja kein Widerstand mehr da. Innere Anspannungen lösen sich augenblicklich auf.

Da ist es dann auch klar, warum man viel lockerer antworten kann, wenn man es denn überhaupt noch will. Mitunter kann man sogar ein echtes Mitgefühl mit dem anderen entwickeln, und dem anderen auch mehr Kraft wünschen, aus der Situation für sich eine Einsicht zu gewinnen, unter Umständen auch nachträglich.
Selbst wenn man einen Fehler gemacht hat, kann man auch den widerstandslos akzeptieren. Man hat ja jetzt etwas dazu gelernt. ja etwas dazu. und für sich selbst ganz locker etwas dazulernen. Eigentlich kann man wohl aus jeder Situation etwas lernen. Und eine lernende Einstellung lässt einen wohl auch lockerer mit allem umgehen. In jedem Fall fällt die eigene Reaktion viel kraftvoller, entspannter und wirkungsvoller aus. Diese „Ja, Aber“-Methode stammt von Dr. Volker Mann und hat sich schon vielfach bewährt. Teste es vielleicht schon mal probehalber bei einer vorgestellten Situation aus, um dann in einem aktuell angespannten Stress-Situation locker zu reagieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich sogar die Person gegenüber oft augenblicklich entspannter verhält.

Übung: Jaaa, Danke!

Stelle dir vor, jemand stresst dich gerade. Mache einen tiefen Atemzug.
Sage beim Einatmen: „Jaaa” und beim Ausatmen „Danke!”
Kannst du die beruhigende, starke Kraft, die sich aus diesem Atemzug ergibtm spüren?
Kannst du vielleicht sogar lächeln?
Notfalls mache noch einen zweiten, tiefen Atemzug.


Übung: Seufzer

Das ist eine sehr schöne, erweiternde und gleichzeitig beruhigende Atemtechnik,
die auch zur Heilung eingesetzt werden kann.

Beim Einatmen denke bzw. fühle
„Öffnen und Erweitern”
Beim Ausatmen denke bzw. fühle
„Entspannen und (alles) loslassen”
Mache beim Ausatmen einen richtig erleichternden Seufzer.
Mehrere Minuten lang 1 Monat lang täglich trainieren 10 bis 20 Runden (4,2,4,2,20). Klicken.


Übung: Entspannungs-Atmung

Die folgende Atem-Übung ist eine wirksame Vorstellungsübung.

Suche dir einen bequemen Ort. Schließe die Augen.
Phase 1:
Damit du deinen Atem erstmal ein wenig verlängerst,
zähle ungefähr drei Atemzüge lang (oder länger) zum Beispiel
4 bis 6 Sekunden lang ein und 4 bis 6 Sekunden lang aus.
Lasse dabei den Atem in einem natürlichen Rhythmus kommen und gehen.

Phase 2:
Stelle dir ungefähr 3 Atemzüge lang (oder länger) einen Ballon vor.
Einatmen
Spüre, wie sich dein Körper beim Einatmen wie ein Ballon ausdehnt.
Dehne dabei Bauch, Seiten und auch ein wenig der Rücken aus.
Folge der Luft, wie sie langsam durch die Nase in die sich erweiternde Brust und den sich erweiternden Bauch fließt.
Ausatmen
Spüre, wie die Luft beim Ausatmen aus dem Ballon langsam nach oben entweicht.
Lasse sie in der umgekehrten Reihenfolgen aus dem Bauch, der Brust und der Nase heraus.

Phase 3:
Atme jetzt ohne zählen und ohne Anstrengung möglichst natürlich weiter…
Entspannung einfließen und sich ausbreiten lassen
Stelle dir vor, wie beim Eintamen ein Entspannungsgefühl in Brust und Bauch einfließt…
Und beim Ausatmen, wie du Entspannung ausatmest…
Stelle dir vor, wie du mit jedem Atemzug etwas mehr in die Entspannung kommst…
Klicke auf diesen Text und führe die Entspannungs-Übung eine Minute (oder einige Minuten) lang durch.



Übung: Atem-Test

Wie stark sind Atem und Gefühle miteinander verbunden?
Ein kleiner Versuch:
Teste selbst die Wirkung von Gefühlen auf deinen Körper!
Du brauchst nur zweimal jeweils 3 bis 10 Atemzüge.

1. Denke mal an Fülle. Und fühle sie.
In der Natur kannst du Fülle finden, im Frühling bei einer großen Blütenpracht.

Beobachte jetzt 3 bis 10 Atemzüge lang, was sich in dir bzw. deinem Körper verändert…

2. Denke jetzt an Mangel. Und fühle ihn.
Zum Beispiel „Das Glas ist halb leer“…
Beobachte auch jetzt 3 bis 10 Atemzüge lang, was sich in dir verändert hat.

Fazit:
Man braucht eigentlich keine langen wissenschaftlichen Beweise, um zu bemerken, dass und wie sehr Gefühle den Körper und speziell auch die Atmung beeinflussen.

Man kann diese Tests durchführen mit allen möglichen Gefühlen wie Angst, Stress, Wut, Schuldgefühle oder Freude, Liebe, Frieden usw. Immer wird sich der Atem verändern. Und diese Veränderung wirkt sich auf den Körper aus.

Auch Bilder oder Musik, erzeugen Gefühle, die sich dann auch auf den Atem auswirken.

Atem und Gefühle sind also stark miteinander verbunden.


Atem-Bündel
Eine Folge von mehreren Atem-Techniken (Atem-Strauß) haben sich bewährt bei
Stress, Angstzuständen, Depressionen, Schlafstörungen.

Wenn du magst, probiere mal übungshalber der Reihe nach die folgenden Techniken aus mit je 1-2 Minuten?

Übung: Atem-Bündel

1. Aufmerksamkeit auf den Atem richten.
Einfach nur den Atem beobachten. (Hier 2 Minuten lang selbst testen! Ton ertönt nach jeder Minute)


2. Ujjayi Pranayama = siegreicher Atem)
Tief in die Lunge erst oben und dann unten (Zwerchfell nach unten weiten) einatmen. Und ebenso lange ausatmen
(Atem-Muster 6,2,6,2. Zum Üben hier klicken)


3. Kapalabhati (Stoßatem)
Kraftvolles kurzes Ausatmen (unter Berücksichtigung der Kraft des Anwenders)
(Hier 1 Minute lang ausprobieren)


4. Wechselatmung (NadiShodan Pranayama)
Nasenlöcher abwechselnd schließen bzw. öffnen. (Siehe im Menü oben rechts.)

Bei allen Atem-Techniken immer im Wohlfühl-Bereich bleiben.
Also ggf. langsam, vereinfacht und abgekürzt anfangen.

Eine Studie mit 16 Krebspatienten, die eine Chemotherapie erhielten, zeigt die vorteilhafte Wirkung dieser vier Atemtechniken auf krebsbedingte emotionale Symptome.

Ergebnis bei den Teilnehmern:
Es ergab sich eine signifikante Verbesserung bei der Reduzierung von Stress, Angstzuständen, Depressionen, Schlafstörungen.

Box-Atmung
Lange Atemzüge bringen eine Beruhigung. Hier genügen in der Regel schon
Kopfschmerzen und Migräne können dadurch gelindert werden.

Übung: Boxatmung

Atme 4 Sekunden lang ein, halte den Atem 4 Sekunden lang an, atme 4 Sekunden lang aus und relaxe nochmal 4 Sekunden.
Um den Rhythmus beizubehalten, kann man sich ein Viereck vorstellen und geht mit dem Finger in Gedanken jede der vier Seiten des Vierecks durch.
Eine leichtere Möglichkeit des Übens für 5 Runden (oder mehr) ist möglich, wenn du hier und dann auf Start klickst (4,4,4,4,5)


Übung: Aktiv-Passiv-Atmung

Jeder hat schon mal festgestellt, dass ein Nasenloch gerade offen ist und das andere verstopft.
Nun hat man beim Messen der Gehirnströme herausgefunden, dass sie auf der linken Seite aktiviert werden, wenn man mit dem rechten Nasenloch atmet. Und umgekehrt. Schon seit Tausenden von Jahren weiß man um die verschiedenen Wirkungen der Atmung durch die beiden Nasenlöcher. Das eine Nasenloch aktiviert und das andere Nasenloch beruhigt.

1. Das rechte Nasenloch schließen – durch das linke Nasenloch atmen
Es heißt: Atme ein paar Minuten durch das linke Nasenloch und du kommst zu mehr zur Ruhe.
Mehr Beruhigung heißt mehr Kreativität, Entspannung, Innenschau, Intuition, bildhaftes Vorstellen von Abläufen, Empathie, Empfänglichkeit, Abkühlung usw.

Die Begründung ist etwas kompliziert:
Das Atmen durch das linke Nasenloch führt zu einer stärkeren Durchblutung der rechten Gehirnhälfte, und die rechte Gehirnhälfte ist, wie man seit Jahrtausenden weiß, mit der linken Körperhälfte verbunden.

2. Das linke Nasenloch schließen – durch das rechte Nasenloch atmen
Es heißt: Atme ein paar Minuten durch das rechte Nasenloch und du wirst das klare Denken verbessern.
Mehr konzentriertes Denken, Willenskraft, deutlichere Handelsimpulse, mehr Wärme.

Übung: Einseitige Atmung

Wenn du neugierig bist, dann probiere es am besten gleich mal für 3 Minuten aus! Welche Erfahrungen machst du?
Wähle das, was du im Moment gerade besonders gebrauchen kannst.

Übertreibungen
Wenn ein Nasenloch über mehrere Stunden dominiert, dann kann es leicht zu Übertreibungen und zu Unwohlsein kommen.

Wenn das linke Nasenloch überstark dominiert, dann kann es zu Überempfindlichkeiten, depressiven Gefühlen oder Antriebslosigkeit kommen.
Wenn das rechte Nasenloch überstark dominiert, dann kann es zu Stress, Übermotivation, „zu viel auf einmal“, Anspannungen, übertriebenen Druckgefühlen kommen.

Was kann man mit diesem Wissen anfangen?
Wenn du gerade in einer stressigen Phase bist, dann atme 1-5 Minuten durch das linke Nasenloch.
Wenn du gerade mehr Energie brauchst, dann atme 1-5 Minuten durch das rechte Nasenloch.

Bei relativ gleichmäßigem Wechsel, der in der Regel automatisch geschieht, findet eine Harmonisierung statt, die zu mehr Wohlbefinden führt. Eine relativ ausgeglichene, natürliche Atmung lindert Kopfschmerzen einschließlich Migräne, beruhigt, zentriert, harmonisiert, macht fit und reinigt die Nasennebenhöhlen.


Atemphasen ändern
Eine Aktivierung kannst du auch herbei führen, wenn du länger ein- und kürzer ausatmest.
Versuche es mal bei Ermüdungserscheinungen mit der folgenden Aktivierung:

Übung: Aktivierung

Atme lange ein und kurz aus, nach dem Muster 8,0,2,0. Klicke hierzu auf diesen Text.

Thema Angst
Ängste sind (laut der Gesellschaft für Angst und Depression) die am meisten verbreiteten, psychischen Beschwerden in Amerika. Unruhe, leichte Ermüdbarkeit, Konzentrations- schwierigkeiten, Irritierbarkeit, Verspannungen und Schlafstörungen sind die entsprechenden Symptome. Eine Konzentration auf den Atem kann helfen, weil sie automatisch von einem (für Ängste typischen) flachen Atem zu einer Vertiefung des Atems führt. Dadurch entsteht Entspannung. Mehr Sauerstoff gelangt in die Zellen. Man fühlt sich erfrischt. Dabei hat man festgestellt, dass die Länge der Ausatmung eine besondere Rolle spielt. Man kommt leichter in das Hier und Jetzt.

Übung: Die 4,2,8,2- Methode (kürzer einatmen und länger ausatmen)

Eine der besten Methoden zur Beruhigung ist die Verlängerung des Ausatmens gegenüber dem Einatmen.
Weil sie am ehesten zu innerem Frieden führt. Durch das verlängerte Ausatmen übernimmt der Parasympathikus das Ruder gegenüber dem Sympathikus.
Man fühlt sich schnell und spürbar ruhiger und verbundener.
Man bekommt mehr Zeit zum Entspannen.

Wenn du hier klickst, dann ist der Rhythmus für 10 Atemzüge bereits ideal voreingestellt.
Du kannst aber die Einstellung individuell abändern, wenn du magst.

Ein paar Zusatztipps:
– Beim Ausatmen Gesichtsmuskeln entspannen, Schultern entspannen, Körper entspannen.
– Lasse Vergangenes und Zukünftiges einfach mal los. Komme ganz im Jetzt an.
– Du kannst auch jeden Körperteil durchgehen und beim Ausatmen entspannen.
– Kombiniere das Atmen mit stärkenden Gefühlen.
   Denke bzw. fühle das Wort „Frieden“, „Sicherheit“ , „Ruhe“ oder „Liebe“.
– „Ich werde geliebt“, „ich bin einzigartig“. Wiederhole das Wort bzw. den Satz je Atemzug einmal.

Atmen wie ein Löwe
Manche Menschen sind ängstlich, weil sie schüchtern sind. Hier empfiehlt sich eine andere Strategie:
Das Atmen wie ein Löwe. Es verleiht mehr Mut und Ausdruckskraft.
Diese kraftvolle Methode wird hier beschrieben.

Liebesatem
Es heißt oft: Wo Liebe ist, kann es keine Angst geben. Stimmt das? Probiere es aus.
Aber die Frage ist vielleicht erstmal, wie ist das gemeint und wie geht das?
Viele Menschen haben schon in ihrer Kindheit Traumata erlebt, weil sie sich den Sprüchen und „Weisheiten“ ihrer Umgebung (Eltern, Verwandten, gesellschaftlich überkommenen Normen) angepasst haben. In der Kindheit war das eine Überlebensstrategie. Sonst drohte Liebesentzug. Aber eine innere Unsicherheit blieb.

Trauma-Arbeit besteht darin, die Liebe zu sich selbst, die damals sehr gelitten hatte, wieder zurück zu gewinnen. Jeder Mensch sehnt sich nach Liebe und Anerkennung. Meistens sucht er sie außen. Warum wohl? Weil er verlernt hat, sich diese Liebe zunächst einmal selbst zu geben. Das scheint nicht leicht zu sein. Selbstliebe wurde mit Egoismus verwechselt. Dabei kann man sagen, dass je mehr ein Mensch sich selbst liebt, desto mehr Empathie wird er automatisch auch für andere Menschen empfinden.

Die Erfahrung zeigt, dass Selbstliebe trainiert werden muss. Zum Beispiel kann man damit anfangen, seinen eigenen Körper zu lieben. Man achtet mehr auf seine Signale. Der Körper wird einem sehr dankbar dafür sein.
Dann kann man seine Gedanken und Gefühle lieben. Das bedeutet, dass man alle Gefühle – auch die Angst-Gefühle – nicht verdrängt, sondern liebevoll annimmt. Das geschieht dadurch, dass man die Angst lieb hat. Sie möchte wahrgenommen werden, gewürdigt werden. Ohne dass sie einen überwältigt. Denn der Chef ist nicht die Angst, sondern bist immer noch du.
Im Gehirn sind allerdings immer noch archaische Verbindungen zu den Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktionen von vor Jahrmillionen vorhanden. Damals waren heftige Reaktionen berechtigt. Heute geht es in der Regel nicht mehr um lebensbedrohliche Situationen, wenn wir mit Menschen sprechen. In einem Streit sogar mit seinem Partner oder Freund kann man allerdings noch heute öfter beobachten, dass der andere schnell zu einer Art Feind wird, auch wenn man ihn sonst lieb hat.

Da aber Ängste nicht unterdrückt werden sollen, ist es gut, wenn man sie innerlich fühlt, wenn sie denn da sind, aber es kann auch notwendig sein, dass man der Angst liebevoll deutlich macht, dass eine Überreaktion nicht mehr notwendig ist. Auf diese Weise fühlt sich die Angst angenommen, und löst sich dann in aller Regel auch einfach auf.

Das Liebhaben der Gefühle kann man mit Atem-Übungen sehr gut trainieren.

Angst ist verwandt mit dem Wort Enge. Angst führt also im Körper zu Verspannungen, Einschränkungen, Druck usw. Wenn wir die Augen schließen und unseren Atem beobachten, merken wir sehr schnell, wo angstbedingte Verspannungen angesiedelt sind. Wir nehmen uns dann dieser Bereiche sehr liebevoll an.
Wir können mit den Bereichen wie in einer Art Traum reden. Und sie fragen. Und ihre Antworten abwarten. Es sollten allerdings einfache und keine komplizierten Fragen sein. Die Körperbereiche antworten sehr fein mit Wohlsein oder Unwohlsein. Wenn sie auf diese Weise angenommen werden, lösen sie sich In der Regel von allein auf. Wenn die Angst noch immer bleibt, dann brauchen wir noch ein wenig mehr Geduld. Wir „gehen“ (sind) mit ihnen eine Weile sehr liebevoll.

Übung: Unendliche Liebe spüren

Schließe deine Augen und beobachte deinen Atem. Erspüre einen Bereich in deinem Körper, wo du eine Verspannung oder Enge wahrnimmst. Widme dich diesem Bereich liebevoll. Versuche nichts zu verändern. Änderung geschieht von selbst, wenn du die Region liebevoll beobachtest. Versuche eine Art Ur-Vertrauen zu diesem Bereich zu erspüren. Denn auch diese Verspannung will dir auf ihre Weise liebevoll helfen. Wende dich dieser Region mit deiner unendlichen Liebe zu. Meistens wird diese Stelle ihrerseits mit einer sehr wohltuenden Entspannung antworten…
Wenn du magst, dann wiederhole diese Übung öfter.
Du kannst sie auch auf deinen ganzen Körper ausdehnen.
Wenn du magst, kannst du diese Region auch wie ein Kind mit dir reden lassen.
Empfinde sie wie ein Kind, das dir etwas sagen möchte.

Wenn du hier klickst, dann kannst du einen zeitlichen Rahmen für die Übung einstellen. Das kann helfen, bei der „Sache“ zu bleiben, und wirklich ins Tun zu kommen. Bei mehr als einer Minute ertönt pro Minute ein kurzer Ton, der dich wieder zurückführt zu der Übung, falls du abgeschweift bist.
Wenn es um Heilung geht, dann überlasse nach deiner liebevollen Zuwendung die Heilung am besten deinem höheren Selbst oder wie auch immer du die universelle Himmels-Kraft benennen möchtest – ohne groß darüber nachzudenken. Erspüre die unendliche Liebe, die tief in dir vorhanden ist.

Weitere interessante Themen in Planung:
Progressive Entspannungstechnik

Ein interessanter Test:
Eine Tänzerin dreht sich scheinbar abwechselnd.
Dies zeigt an (so lautet die Erklärung), ob man in diesem Moment gerade eher kreativ, intuitiv empfangend eingestellt ist (dann ist die rechte Gehirnhälfte aktiver und bei der Nasen-Wechsel-Atmung erfolgt die Atmung überwiegend durch das linke Nasenloch) oder eher gerade aktiv, analytisch denkend unterwegs ist (dann ist die linke Gehirnhälfte aktiver und bei der Nasen-Wechsel-Atmung erfolgt die Atmung überwiegend durch das rechte Nasenloch).

Breathwork
Hier kann man sich gegen Entgelt einer Gruppe anschließen und Atemtechniken üben.
Allerdings komplett in englisch. Bei Interesse siehe im Internet unter Breathwork.



Atem und Alpha-Zustand
Siehe hierzu oben im rechten Menü „Atem und Meditation”
(in Planung)



Verbundener Atem
(in Bearbeitung)



Deine Erfahrungen, Anregungen, Fragen…