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Der freie Fluss der Energien

Die Meridian-Therapie arbeitet mit den Energie-Leitbahnen im Körper, die auch Meridiane genannt werden.
 
Das Ziel ist es, den freien Fluss der Energie durch die Energiebahnen zu erhalten oder zu verbessern.
 
Die Meridian-Therapie geht davon aus, dass körperliche Beschwerden oder seelische Ungleichgewichte den freien Fluss der Energien durch den Körper einschränken. Das heißt umgekehrt, dass Beschwerden verschwinden, wenn der freie Fluss der Energien wieder hergestellt werden kann.
 
Die Energie-Leitbahnen haben einen Einfluss auf alle Organe, Drüsen, Gefäße, Hormone und alle Vorgänge im Körper. Und die Organe, Drüsen und Gefäße wiederum beinflussen die Gefühle, das Verhalten und die Einstellungen, also den gesamten seelischen Bereich. Eine Schwächung einzelner Organe hat zur Folge, dass sich das Verhalten ein und desselben Menschen sehr verändern kann. Ein vormals mutiger Mensch kann missmutig oder aggressiv werden usw.
 
Diese Schwächung zeigt sich immer in den entsprechenden Meridianen. Entweder als Stau oder Blockade, dann entsteht ein „Leere-Zustand”. Oder an anderer Stelle ein Überschuss. Dort entsteht ein „Fülle-Zustand”.
 
Die Meridian-Therapie zielt darauf ab, den freien Fluss der Energien wiederherzustellen. Dazu werden die entsprechenden Meridiane behandelt. Die Behandlung kann durch Akupunktur, Akupressur (Point Press), Massage, Shiatsu, Tuina, Qigong erfolgen. Die erweiterte Meridian-Therapie ist eine Kombinations-Therapie. Eine meridianbezogene, sehr einfache Bewegungstherapie gehört in diese erweiterte Form hinein. Sehr gute heiltherapeutische Wirkungen erzielt auch die Atem-Therapie, die in der Meridian-Therapie begleitend eingesetzt werden kann. Im Zentrum stehen hier allerdings die Körperpunkte. (Wer mehr über die erweiterte Meridian-Kombinations-Therapie erfahren möchte, der möge oben im Menü die Einführung unter Point Press / Meridian-Bewegungs- Therapie lesen.)
 
Die große Bedeutung der Psychologie
 
Ein wesentlicher Bestandteil der Meridian-Therapie ist die Psychologie. Die Erkenntnisse der seelischen Ausrichtung einzelner Meridiane und Punkte werden hier bewusst mit einbezogen. Dadurch kann eine nachhaltigere, ganzheitlichere Heilung erfolgen. Ein weiterer, wichtiger Vorteil ist, dass Sie, wenn Sie die Psychologie eines Meridians verinnerlicht haben, jeden seiner Punkte bei der Behandlung in der Grundausrichtung kennen und damit bei der Auswahl der Punkte noch gezielter vorgehen können.

Es wird Zeit, dass die Psychologie ganz bewusst in den Heilungsprozess mit einbezogen wird. Ansätze dazu sind in der bisherigen Behandlung mit Akupunktur oder Akupressur durchaus vorhanden. Sie gehen aber noch nicht weit genug. Eine ganzheitliche Heilung erkennt und behebt Ungleichgewichte in der emotionalen Ausrichtung (Angst, Wut, Sorgen usw.) .
 
Mit Körperpunkten körperlich und seelisch heilen
 
Die Akupunktur mit Nadeln oder die ebenfalls sehr wirksame Akupressur sind geradezu ideal geeignet, gleichzeitig Körper und Seele zu behandeln, weil die Körperpunkte direkt und unmittelbar auf Körper und Seele einwirken. Heilungsprozesse sind dabei um so wirksamer und nachhaltiger, je mehr das Bewusstsein den Heilungsprozess mit begleitet. Wenn man zum Beispiel Herz-Meridian-Punkte behandelt, dann ist es förderlich zu wissen, dass man damit auch das Gefühl der ganzheitlichen Liebe und des "Ich bin, der ich bin" stärkt.
 
Die klassische Psychologie, die in der Vergangenheit nach den Ursachen forscht, um Erklärungen für das gegenwärtige Verhalten zu finden, mag hier und da zu einem Aha-Erlebnis führen. Eine ganzheitliche Heilung geht jedoch weit darüber hinaus. Heilung geschieht nämlich nicht dadurch, dass man sich ausgiebig und zeitraubend mit der Vergangenheit und damit mit all den negativen Erfahrungen befasst, sondern dadurch, dass man sich neu orientiert und sich mit wohltuenden, unterstützenden, heilsamen Gedanken und Gefühlen befasst.
 
Die moderne Forschung hat es an den Tag gebracht. Wer in einer leichten, positiven Schwingung lebt, ist wesentlich erfolgreicher als jemand, der versucht, Probleme mit Vergangenheitsbewältigung zu lösen.
 
Dabei spielt das Herz eine besonders wichtige Rolle. Man hat durch Messungen festgestellt, dass die Herzenergie eine 50fach stärkere Kraft hat als die Energie des Gehirns. Das gilt auch für das Verhältnis von Gedanken zu Gefühlen. Gefühle haben deshalb beim Heilungsprozess ebenfalls eine 50fach größere Bedeutung als Gedanken.
 
Der Zusammenhang zwischen energetischen Blockaden und falschen Überzeugungen
 
Noch viel wichtiger als die mitunter wechselhaften Alltags-Gefühle sind die tiefsten Überzeugungen, die ein Mensch hat. Sie sind der Schlüssel zu einer grundlegenden Heilung. Wichtig ist es bei einer ganzheitlichen Heilung deshalb, alte, überholte Überzeugungen durch grundlegende, positive Überzeugungen zu ersetzen. Solange es alte, tief sitzende Überzeugungen gibt, die noch tiefgreifender als neue, heilsame Überzeugungen sind, wird eine ganzheitliche Heilung schwer möglich sein. Heilung bedeutet deshalb auch, neben dem körperlichen Wohlgefühl neue, unterstützende, heilsame Einstellungen zu fördern.
 
Jeder Mensch hat ein Fundament von Überzeugungen, an denen er sich (oft unbewusst) im Denken und Verhalten orientiert. Viele davon sind sehr hilfreich. Andere sind eher hinderlich und können zu körperlichen Blockaden führen. Diese Überzeugungen kann man ändern. Fixierte Vorstellungen von gestern loszuwerden ist zum Beispiel ein "Spezialgebiet" der Dickdarm-Meridian-Energie. Punkte dieses Meridians helfen dabei, alte, überholte Überzeugungen loszuwerden und durch neue Einstellungen zu ersetzen.
 
In einer modernen Ganzheits-Therapie geht es also darum, stärkende, unterstützende, positive, deutlich gefühlte Sätze zu finden. Sätze, mit denen man sich mehr und mehr identifizieren kann, die man also mit ganzem Herzen fühlen und bestätigen kann. Dadurch kann man eine grundlegende, nachhaltige, ganzheitliche Heilung erreichen.
 
Grundsätzlich wirken die Körperpunkte auch ohne Psychologie. Das innere Wissen des Behandlers um die Ausrichtung der Meridiane, mit denen er arbeitet, ist aber sicherlich förderlich, auch wenn darüber nicht lang und breit gesprochen werden muss. Wenn der Behandler zum Beispiel beim Nieren-Meridian oder Leber-Meridian weiß, welche heilenden Wirkungen jeweils damit verbunden sind, dann wird er den Erfolg der Behandlung noch verstärken. Hat man es mit aufgeschlossenen Menschen zu tun, kann man ihnen die Zusammenhänge zwischen den Emotionen und den Meridianen erklären und dadurch den Heilungsprozess bewusst fördern. Man kann dem zu Behandelnden darüberhinaus positive Leitsätze erläutern, die mit den einzelnen Meridianen verbunden werden können. Der Behandelte wird dann in der Regel selbst den für ihn passenden Leitsatz wählen und damit einen seelischen Änderungsprozess im Sinne einer ganzheitlichen Heilung einleiten. Vorschläge für Leitsätze finden Sie, wenn Sie die einzelnen Meridiane anklicken.
 
Behandlungseinleitung

Eine Behandlung sollte wenigstens kurz eingeleitet werden. Das können Sie am besten durch ein paar tiefe Atemzüge. Das sollte ein Ritus sein, weil Sie schon dadurch eine besondere Atmosphäre schaffen und ein angenehmes Wohlgefühl erzeugen. Starten Sie mit 1 – 3 tiefen Atemzügen. Der Bauch weitet sich, ebenso die Flanken. Lassen Sie beim Ausatmen alles los. Und entspannen Sie jeweils. Fühlen Sie sich richtig gut und entspannt. Angenehm warm. Entspannungsmusik sowie ein angenehmer Duft mögen hilfreich sein.

Behandlung der Punkte mit Point Press (Akupressur)

Bei der Behandlung der Punkte gibt es keine universell anwendbaren Regeln. Jeder Mensch reagiert verschieden. Bei manchen Menschen genügt schon ein sanftes Streichen oder Kreisen oder Hin- und Herschieben. Bei Babies kann schon ein sanftes Auflegen der Finger genügen. Und bei anderen Menschen ist ein kräftiges Drücken angesagt. Die Dauer ist ebenfalls individuell. Meistens sollen es 30 bis 60 Sekunden sein. Es kann aber auch länger sein. Hier und da mag man auch ein paar Sekunden drücken und ein paar Sekunden Pause machen usw.
Es können die Punkte, soweit vorhanden, auf beiden Seiten gleichzeitig behandelt werden oder nacheinander.

In der Akupressur können manchmal auch mehrere Punkte mit mehreren Fingern gleichzeitig behandelt werden (zum Beipiel G15, 16, 17) oder um das Ohr die Punkte durch Streichen der Finger oben herum und des Daumens unten herum (evtl. auch als Abschluss der Ohrbehandlung und danach das Kneten des Ohres mit dem abschließenden Zupfen des Ohrläppchens wie in der Tuina Massage). Auch können die Meridiane stimuliert werden durch das abschließende Zupfen der Finger oder Zehen.

Wichtig ist auf jeden Fall das Nachspüren im Bereich um den behandelten Punkt herum. Bei Fernpunkten kann es sein, dass Sie die entspannenden Wirkungen im Bauch oder im Kopfbereich fühlen können, obwohl Sie einen Punkt an der Hand oder am Fuß behandelt haben. Beispiele dafür sind Di4 und Le3. Geben Sie mindestens 1 bis 2 Atemzüge lang Zeit, um den Wirkungen nachzuspüren. Ein angenehmes Gefühl von sich ausbreitender Wärme, von Entspannung kann wahrgenommen werden.

Gehen Sie selbst in jedem Fall davon aus, dass die hier vorgeschlagenen Punkte sehr wirkungsvoll sind. Um diese Erfahrung für sich selbst zu machen, probieren Sie einfach mal die Punkte Pe6 am Innenarm (beruhigend), G20 am Kopfrand (belebend) oder LG20 auf dem Kopf (weitend) aus.

Wenn Sie nicht wissen, wo die Punkte sind, und welche Wirkungen sie haben, schauen Sie einfach in den eindrucksvollen Grafiken (siehe Menüpunkt „Punkte”) nach. Sie können sich die jeweiligen Grafiken (Kopf, Körper, Beine) auch in mehreren Tabs nebeneinander aufrufen (oben im Browser oder unten in der Fußzeile, indem Sie den Browser mehrfach aufrufen), während Sie die Texte zur Meridian-Behandlung lesen. Dann haben Sie die Grafiken immer jederzeit sofort bereit.

Organe und Gefühle

Der Volksmund kennt den Zusammenhang zwischen Organen und Gefühlen schon seit Jahrhunderten (Laus über die Leber gelaufen, etwas schlägt auf den Magen, das ist in die Nieren gefahren usw.). In der Jahrtausende alten TCM sind diese Gefühle schon früh erkannt worden. Jedem Meridian werden bestimmte Gefühle zugeordnet.
Man wusste also schon damals, dass man im Falle von Angst den Nieren-Meridian stärken musste, im Falle von Ärger den Leber-Meridian, im Falle von Traurigkeit den Lungen-Meridian, im Falle von Sorgen den Milz-Meridian, im Falle von Fixiertheit an alten Vorstellungen den Dickdarm-Meridian, im Falle von Unentschlossenheit den Dünndarm-Meridian, im Falle von mangelnder (oder auch übertriebener) Freude den Herz-Meridian, im Falle mangelnder Durschsetzungsfähigkeit der Gallen-Meridian usw. Das Ganze ist inzwischen noch verfeinert worden und bezieht dadurch alle möglichen Gefühls-Varianten mit ein.

Darüberhinaus beweisen die ausdrucksovollen Namen der einzelnen Punkte auf den Meridianen, dass man schon früh auch die emotionale Bedeutung der einzelnen Punkte erkannt hatte. Die Punkte wirken wie schon gesagt natürlich auch ohne Psychologie. Man braucht also keine unterstützenden Vorstellungen zu haben. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass man vor, während und auch noch eine Weile nach der Behandlung entspannt ist. Es ist allerdings auch erwiesen, dass Vorstellungen den Erfolg einer Behandlung beeinflussen können. So können Vorstellungen von Sonne, Strand, Meer, Urlaub, die Entspannung vertiefen.

Leitsätze

Viele Praktiker schätzen den Anteil der Psychologie am Erfolg einer Heilbehandlung grundsätzlich auf mindestens 50 Prozent ein. Dabei sind es vor allem intensiv gefühlte Leitsätze, die sehr hilfreich wirken können.

Art, Inhalt und Formulierung der hier vorgeschlagenen Sätze können individuell abgeändert (zum Beispiel emotional wirksam gekürzt) werden. Der eigentliche Sinn sollte dabei im Kern erhalten bleiben. Suchen Sie sich unter den je Meridian angebotenen Sätzen diejenigen aus, die Sie am meisten ansprechen.

Um das Unterbewusstsein zu erreichen, dürfen die Formulierungen und Bilder im Einzelfall durchaus kraftvoller sein. Was dem Verstand machmal übertrieben oder sogar unglaubwürdig erscheint, ist für das Unterbewusstsein dennoch gut und richtig. Sie dürfen also übertreiben. Auch hier sind manche Menschen ansprechbarer als andere. Man kann im Zweifel gut mit der Einleitung „Stellen Sie sich vor...” arbeiten: „Stellen Sie sich vor, Sie sind eine sehr bedeutende Persönlichkeit...”. Oder „Stellen Sie sich vor, Sie sind der selbstbewussteste (gelassenste, entspannteste usw.) Mensch auf der ganzen Welt...” oder „Stellen Sie sich vor, Sie liegen am Strand unter Palmen, Sie hören die sanften Wellen des Meeres und atmen den Duft frischer Meeresluft ein ... und fühlen, wie Sie auf einer Decke liegen und vom weichen, kuscheligen, warmen Sand des Strandes getragen werden und beim Ausatmen komplett alles loslassen können ...” Bei manchen Menschen ist das sehr wirkungsvoll, bei anderen eher nicht. Das hängt von der Bereitschaft ab, die eigene Phantasie einzusetzen oder nicht.